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Der Vorleser (Einzel-DVD)Quelle: AmazonEAN: 0886973825396 4,00 EUR
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Features
Beschreibung
Sie ist rätselhaft und viel älter als er… und sie wird seine erste Leidenschaft. Eines Tages ist Hanna (Kate Winslet) spurlos verschwunden. Erst Jahre später trifft Michael (David Kross / Ralph Fiennes) sie wieder - als Angeklagte im Gerichtssaal. Hier erfährt er von ihrem persönlichen Schicksal und von ihrer grausamen Vergangenheit als KZ-Aufseherin. Am Ende wird er sie durch seine nie verloren gegangene Zuneigung erlösen…
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Mit DER VORLESER hat der Oscar®-nominierte und mehrfach preisgekrönte Regisseur Stephen Daldry ("The Hours", "Billy Elliot") einen Weltbestseller verfilmt, der nach seinem Erscheinen 1995 inzwischen in 40 Sprachen übersetzt wurde und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Es ist die Verfilmung einer unmöglichen, sonderbaren und zugleich so intensiven Liebe, dass sie das Leben von zwei Menschen für alle Zeit miteinander verbindet. In den Hauptrollen brillieren Kate Winslet und Ralph Fiennes, die Titelrolle spielt der deutsche Shootingstar David Kross ("Krabat", "Knallhart"). Ergänzt wird dieses Ensemble durch so herausragende Darsteller wie Bruno Ganz, Lena Olin, Burghart Klaußner, Hannah Herzsprung, Karoline Herfurth, Matthias Habich und vielen anderen.
Der 15jährige Michael (DAVID KROSS) wächst in einer deutschen Provinzstadt auf. Es sind die 50er Jahre. Der Schatten des 2. Weltkriegs und der deutschen Greueltaten liegt über dem Land, doch kaum einer spricht darüber. Deutschland will in die Normalität zurückkehren. So wie in Michaels Familie Disziplin und Duldsamkeit die höchsten Werte sind, so funktioniert ganz Deutschland. Es wird gearbeitet und verdrängt.
Eines Tages, als Michael von der Schule in der Straßenbahn nach Hause fährt, wird ihm plötzlich übel. Schwindelig steigt er auf halber Strecke aus, torkelt in einen Hauseingang und übergibt sich dort. Eine Frau (KATE WINSLET) kümmert sich um ihn und bringt ihn nach Hause. Sie ist wortkarg, ein wenig ruppig fast, und dennoch fürsorglich. Es stellt sich heraus, dass Michael Scharlach hat. Mehrere Monate muss der Junge das Bett hüten, bis er sich mit einem Blumenstrauß bei seiner Helferin bedanken kann. Fast magisch wird er von der unbekannten Frau angezogen. Bei diesem zweiten Zusammentreffen knistert es zwischen Michael und der deutlich älteren Frau. Fast täglich besucht Michael nach der Schule nun Hanna und es entfesselt sich eine leidenschaftliche Affäre. Für Michael ist es seine erste Liebe. Und auch wenn Hanna sich um eine emotionale Distanz bemüht und ihren jungen Liebhaber beharrlich bloß "Junge" nennt, wird schnell deutlich, dass auch sie sich aufrichtig verliebt hat.
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Eines Tages jedoch ist Hanna spurlos verschwunden. Ihre Wohnung ist leer. Es gibt keine Nachricht von ihr, keine Erklärung. Michael ist plötzlich wieder allein.
Einige Jahre später. Michael hat die provinzielle Enge hinter sich gelassen und hat Jura in Berlin studiert. Mit einer Arbeitsgruppe seines Professors (BRUNO GANZ) besucht Michael als Zuschauer einen Prozess, in dem sich fünf ehemalige Wärterinnen des KZs Auschwitz für ihre Taten verantworten müssen. Ihnen wird 300facher Mord vorgeworfen, da sie jüdische Häftlinge in einer verschlossenen Kirche erbarmungslos verbrennen ließen. Michael erstarrt, als er sieht, wer mit auf der Anklagebank sitzt: Hanna Schmitz, die Liebe seines Lebens!
Als Michael den Aussagen der einzigen Überlebenden (LENA OLIN) und ihrer Tochter (ALEXANDRA MARIA LARA) zuhört, kann er es nicht fassen. Als er dann Hannas erschreckend pragmatische und kühle Schilderung der Vorgänge hört, bricht ihm das Herz. Hanna scheint sich keiner Schuld bewusst. Sie hat einfach nur getan, was man ihr sagte. Sie wirkt völlig erschöpft, gefühllos, aufrichtig ahnungslos, was für eine unfassbare Schuld sie auf sich geladen hat.
Für die Menschen im Gerichtssaal ist Hanna Schmitz ein Monster. Doch Michael ist hin- und hergerissen zwischen seiner Abscheu und seinem Entsetzen über Hannas Taten und die große Liebe, die er einst für diese Frau empfunden hat - und scheinbar immer noch fühlt. Dann nimmt der Prozess eine Wendung, die Michael endgültig aus der Bahn wirft: Während alle anderen Angeklagten die Taten leugnen, gibt Hanna ehrlich Auskunft über die furchtbaren Ereignisse. Die vier anderen angeklagten ehemaligen KZ-Wärterinnen beschuldigen Hanna nun, die befehlshabende Wärterin gewesen zu sein und somit die Hauptschuld zu tragen. Hanna soll es gewesen sein, die ein besonders belastendes Dokument geschrieben hat. Als der Richter (BURKHART KLAUßNER) Hanna mit dem Vorwurf konfrontiert und eine Schriftprobe von ihr verlangt, gerät sie in Panik. Das ist der Moment in dem Michael die Augen aufgehen: Hanna ist Analphabetin. Und sie schämt sich so sehr dafür, dass sie nach kurzem Zögern alle Schuld auf sich nimmt. Ihre Mit-Angeklagten kommen somit als Beihelferinnen mit etwas mehr als vier Jahren Haft davon, während Hanna zu Lebenslänglich verurteilt wird. Michael steht unter Schock. Einen Besuchstermin bei Hanna im Gefängnis, den er beantragt hat, lässt er im letzten Moment verstreichen.
Einzig Professor Rohl ahnt, dass hinter Michaels Verhalten mehr stecken muss, als die bloße Erschütterung über die im Prozess beschrieben Taten.
Die Erinnerung an Hanna und seine ambivalenten Gefühle ihr gegenüber verfolgen Michael über viele Jahre. Sie sind schmerzlich und überschatten all seine Beziehungen zu anderen Menschen. Um sich Klarheit zu verschaffen, besucht Michael die Gedenkstätte in Auschwitz und versucht sich vor Augen zu führen, was die Frau, die er liebte, hier getan hat. Für Michael führt kein Weg zurück. Und doch empfindet er noch immer so viel Liebe für Hanna, dass er ihr einen Kassettenrekorder ins Gefängnis schickt und auch regelmäßig Kassetten, auf denen er ihr ganze Bücher vorliest. Hanna findet darin Halt. Allmählich beginnt die gealterte Frau sich anhand der Kassetten und der entsprechenden Bücher aus der Gefängnisbibliothek Lesen und Schreiben beizubringen. Nach Jahren schreibt sie Michael einen ersten kurzen Brief. Er antwortet ihr nicht. Auch auf keinen der weiteren Briefe.
Eines Tages bekommt Michael einen Anruf aus dem Gefängnis. Eine Sozialarbeiterin teilt ihm mit, dass Hanna nach über 20 Jahren entlassen wird. Er sei ihr einziger Kontakt zur Außenwelt. Wenn er ihr nicht hilft, eine Wohnung und eine Arbeit zu finden und in der ihr fremden Welt zurecht zu kommen, hat sie keine reelle Chance auf einen Neubeginn in Freiheit. Michael fühlt den alten Konflikt in sich. Dennoch besucht er Hanna im Gefängnis. Es ist ein Zusammentreffen nach über 30 Jahren, vor dem beide sich fürchten. Für beide wird das Wiedersehen zu einer Begegnung mit unerwarteten Konsequenzen...
Pressezitate
- „Die sensible Inszenierung und die fantastischen Darsteller machen diese Liebesgeschichte zu einem unvergesslichen Film - in jeder Hinsicht.“ - CINEMA
- „Der Film brilliert mit der entsprechenden prominenten Besetzung durch Kate Winslet und Ralph Fiennes. Ein Stoff, der sich mit der immer aktuellen Verarbeitung von Schuld und Vergebung beschäftigt und nicht zuletzt zur deutschen Vergangenheitsbewältigung beiträgt.“ - Blickpunkt: Film
- „Vor dem Angucken bitte Taschentücher bereithalten! Denn dieses wunderbare Liebesdrama mit der fabelhaften Kate Winslet geht einfach zu Herzen und rührt zu Tränen.“ - Bild Zeitung
Bonusmaterial
- Audiokommentar von Henning Molfenter (Produzent)
Kunden Meinungen
Viermal hintereinander gesehen ... eine Filmpraline
Datum:16.08.2010 - Rating: 5/5Ich kann mich nicht erinnern, ob und wann ich jemals in meinem Leben einen Film viermal hintereinander angeschaut habe ...
Nun, genau genommen war es so, daß ich ihn am ersten Abend zweimal und am nächsten Abend nochmal zweimal angesehen habe.
Der Vorleser ist fantastisch gespielt. Die Story ist in meinen Augen deshalb so ergreifend, weil sie zwei Seelen erfüllt. Dennoch können sie nicht zusammen sein.
Hanna und Michael erleben nur ihre geheime Sommeraffäre. Diese gemeinsamen Wochen binden die beiden so stark aneinander, daß sie wechselseitig im Leben des anderen eine dauerhafte Rolle spielen, und das nicht nur in der Erinnerung, sondern auch ganz reell. Seine weiteren Beziehungen sind durch seine erste Liebe mit Hanna geprägt. Und sie, die Überlebenskünstlerin, hat im späteren Leben niemanden mehr - nur ihn.
Das Spiel des Schicksals, die Verbindungen, die Liebe, die Leidenschaft, all das ist in diesem Film in exquisiter Weise dargestellt. Eine Filmpraline sozusagen.
Ein guter Film
Datum:09.08.2010 - Rating: 5/5Excellent movie indeed... It relates a story which could well be true... A sad story of life. It is the kind of movie that we would like to play twice to better understand...
Schuldlos mit der Schuld leben
Datum:11.06.2010 - Rating: 5/5Ich mag den Film sehr. So wie ich ebenfalls das Buch sehr gerne mag. Das Thema an sich ist kontrovers. Man mag es mögen, oder eben auch nicht. Erwähnen möchte ich jedoch, dass dieser Film einer der wenigen ist, welcher einer Romanvorlage nach seinen Möglichkeiten gerecht wird - und das ist ein schier unmögliches, zumindest aber doch seltenes, Unterfangen.
Inhalt:
Michael Berg ist ein unauffälliger Junge, der im Nachkriegsdeutschland aufwächst. Sein Leben erfährt eine schicksalhafte Wendung als er eines Tages Hanna Schmitz begegnet. Die wesentlich ältere, lebenserfahrene und anziehende Frau weckt sein Interesse. Hanna lässt sich auf eine leidenschaftaliche Affäre mit ihm ein. Während ihrer Treffen stellt sich bald eine feste Routine ein: Bevor Hanna sich auf Sex einlässt, muss Michael ihr vorlesen. Ihre gemeinsame Zeit währt einen Sommer lang, denn eines Tages ist Hanna spurlos verschwunden. Jahre später trifft Michael der nun Jurastudent ist sie in einem Gerichtssaal wieder. Mit Schrecken stellt er fest, dass Hanna Schmitz während des Krieges für die SS als Aufseherin in einem Konzentrationslager gearbeitet hat und angeklagt wird, für den Tod Hunderter Frauen und Kinder verantwortlich zu sein. Hannas reuelose Offenheit steht in starkem Gegensatz zur schweigsamen Verbohrtheit ihrer Mitangeklagten. Michael weiß, dass sich hinter ihrem Schuldeingeständnis eine Lebenslüge verbirgt. Durch die immer noch andauernde Zuneigung ihr gegenüber gerät er in einen Gewissenskonflikt und verstrickt sich dabei in fremde Schuld..
Im Mittelpunkt der Geschichte nach einer Romanvorlage von Bernhard Schlink stehen nicht die deutschen Kriegsverbrechen, sondern der Umgang mit ihnen im Nachkriegsdeutschland der fünfziger Jahre und die schicksalhafte Verknüpfung von Schuld und Scham. Wenn literarischer Text zu Film wird, geht oft etwas verloren. Inhaltlich jedoch hält sich der Film nahezu vollständig an seine Buchvorlage. Nur Kleinigkeiten wurden verändert. Visuell ist der Film für mein Empfinden sehr gut gelungen und musikalisch passend untermalt.
Wer also das Buch mag, wird auch an dem Film Gefallen finden können. Ebenso wie es immer eine Freude ist, Kate Winslet bei der Ausübung ihres Berufes zusehen zu können.
Spitzenfilm, wenig Extras
Datum:27.04.2010 - Rating: 4/5Sehr guter Film, wie es nur noch selten heutzutage gibt! Äußerst gut gespielt und zurecht Oscar-Gewinner 2010 gewesen! Kate Winslet ist stark wie immer, Ralph Fiennes ebenso und David Kross eine große Hoffnung für die Zukunft. Absolut empfehlenswert!!!
Spannend, bewegend, tiefgründig
Datum:25.04.2010 - Rating: 4/5So wenig wie mir Kate Winselt in Zeiten des Aufruhrs gefallen hat, umso mehr überzeugt sie mich hier - auch wenn sie in diesem Film eine alles andere als romantisch Rolle übernimmt.
Der Vorleser ist eine Tragödie, die Tragödie einer Frau, die bei allen Vorzügen die sie haben mag einen Makel hat - sie kann nicht lesen. Eine Tatsache die ihr derart peinlich ist, dass sie sie streng genommen ihr Leben kostet. Und zugleich ist es die Tragödie eines Mannes, der seine große Liebe verliert, weil diese vor ihm und zugleich vor ihrer eigenen Unzulänglichkeit flüchtet - eine Tragödie zweier Menschen die vielleicht für einander bestimmt waren.
Weil sie nicht lesen kann, quittiert Hanna (Kate W.) Mitte der 30er Jahre ihren Job und wählt einen anderen - schicksalhaften Weg. Das wird ihr zunächst nicht zum Verhängnis, ganz im Gegenteil, denn in dem jungen und unerfahrenen Michael trifft sie einige Jahre später erst einmal ihren persönlichen Helden, einen Jugendlichen, der unwissendlich ihr Manko ausgleicht - indem er ihr Vorleser wird - und als Gegenleistung seine ersten Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht mit ihr sammeln darf.
Doch dann schlägt das Schicksal zu. Hanna muss sich verantworten für Dinge, die sie in ihrem seinerzeit neuen Job getan hat - oder zumindest getan haben soll. Sie hat kaum eine Chance sich zu wehren, wird von Mitbeschuldigten zum obersten Sündenbock erklärt, vor aller Welt für schuldig befunden. Auch vor den Augen ihres einstigen Liebhabers der mit Entsetzen nach und nach begreift was Hanna einst getan haben soll und wohl auch getan hat - der aber auch begreift warum sie es tat, was ihr nur untergeschoben wird, dass auch sie irgendwo ein Opfer ist - und der in Folge dessen mehr als alle anderen mit dem zu kämpfen hat, was vor seinen Augen geschieht.
Brillant gespielt, nicht minder überzeugend inszeniert- die schicksalhafte Geschichte zweier Menschen denen es nicht vergönnt war auf Dauer miteinander glücklich zu werden. Wie man zu den historischen Aspekten und dem Handeln der Personen im Bezug hierzu steht muss jeder für sich selbst entscheiden - am Ende bleibt es eine Tragödie, ein Melodram von Einzelschicksalen und der großen Frage nachdem warum alles so kommen musste.
Dennoch und bei aller Tragik hat der Film für alle ein Ende das sicher fernab von Romantik und Happy End, aber doch eine logische Konsequenz von dem ist, was zuvor geschah - wie erwähnt durchdacht und tiefgründig inszeniert von der ersten bis zur letzten Szene. Ein Film der sicher nicht im klassischen Sinne schön, aber ganze sicher sehenswert ist.
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